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Kurzfilm & Berichte von der Grenze Polen–Belarus – Samstag, 30.5. 19 Uhr – Kulturbahnhof Biesenthal
Seit mehreren Jahren geraten Menschen auf der Flucht an der Grenze zwischen Polen und Belarus in lebensgefährliche Situationen. Im Grenzgebiet sind sie einem Urwald, Kälte und Grenzgewalt ausgesetzt, ohne Zugang zu einem fairen Asylverfahren. Viele erleben gewaltvolle Zurückweisungen – auch dann noch, wenn sie es bereits bis an die deutsche Grenze geschafft haben. Die meisten Geflüchteten, die von polnischen Behörden aufgegriffen werden, werden in Abschiebegefängnissen festgehalten. Trotz der unmittelbaren Nähe Brandenburgs zu Polen bleiben diese Rechtsverletzungen hier oft weitgehend ungestraft. Deshalb wollen wir an diesem Abend gemeinsam hinschauen, zuhören und fragen, was in Polen geschieht und was das mit uns allen zu tun hat.
Der Verein Wir packen’s an e.V. lädt ein zu einem Kurzfilm und anschließender Diskussion mit einer polnischen Aktivistin, die seit vielen Jahren Geflüchtete in Polen unterstützt.
Der Abend richtet sich an alle, die mehr über die Situation an Europas Außengrenze in Polen erfahren möchten. Es wird Raum für Fragen und Austausch geben. Wer direkt etwas beitragen möchte, kann gern spenden. Die Spenden werden von der polnischen Aktivistin direkt mit nach Polen genommen und vor Ort im Safe House verwendet.
Der Verein Wir packen’s an e.V. betreibt in der Nähe des Bahnhofs in Biesenthal ein Lager für Sachspenden. Dort werden Kleidung, Zelte, Schlafsäcke, Hygieneartikel und weitere dringend benötigte Dinge gesammelt, sortiert und als Hilfstransporte an Geflüchtete in Notsituationen verschickt. Durch ein enges Netzwerk mit lokalen Organisationen kann bedarfsgerechte Hilfe von Biesenthal aus direkt dorthin gelangen, wo sie akut gebraucht wird.
Die polnische Aktivistin hilft in enger Zusammenarbeit mit Wir packen’s an Menschen, die in polnischen Abschiebegefängnissen festgehalten werden. Sie betreibt ein Safe House in Warschau, in dem Geflüchtete aufgenommen und versorgt werden. Sie wird von Begegnungen und Herausforderungen bei ihrer Arbeit erzählen.