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Szenische Lesung: Viele heißen Stahlmann

Szenische Lesung nach einem Theaterstück von Irina Korschunow

Erinnern heißt, Verantwortung zu übernehmen.

Am 9. November 1938 brannten in Deutschland Synagogen, jüdische Geschäfte wurden zerstört, Menschen gedemütigt, misshandelt, verschleppt und ermordet. Die Novemberpogrome markieren eine weitere Eskalation der nationalsozialistischen Verfolgung jüdischer Menschen.

Viele sahen zu. Viele schwiegen. Andere machten mit.

Der 9. November mahnt uns, nicht nur der Opfer nationalsozialistischer Gewalt zu gedenken, sondern auch danach zu fragen, wie Ausgrenzung, Menschenverachtung und Gewalt möglich werden und welche Verantwortung jede und jeder Einzelne trägt.

In ihrem Theaterstück „Viele heißen Stahlmann“ beschäftigt sich Irina Korschunow mit Vorurteilen, Ausgrenzung, Mitläufertum und persönlicher Verantwortung. Das Stück stellt Fragen, die bis heute nichts von ihrer Bedeutung verloren haben:

Wann beginnt Ausgrenzung? Warum schweigen Menschen angesichts von Unrecht? Und was braucht es, um sich dem entgegenzustellen?

In einer Zeit, in der Antisemitismus, Rassismus und rechtsextreme Einstellungen wieder zunehmend offen sichtbar werden, darf Erinnern nicht beim Rückblick stehen bleiben.

Wir laden herzlich zu einer szenischen Lesung ein, die zum Erinnern, Nachdenken und Widersprechen anregen möchte.

Denn Gedenken bedeutet nicht nur, sich an das Unrecht von damals zu erinnern. Es bedeutet auch, dem Unrecht von heute entgegenzutreten.

06. November 2026
Essen 18.00 bis ca. 19.00 Uhr
(dann alles andere)

Jugendtreff Dosto
Breitscheidstr. 43c – Bernau
Kulturhof – ganz hinten

Eintritt frei