Ein Paar aus Eberswalde verbringt am 1. September den Abend in ihrer gemeinsamen Wohnung. Die beiden sind verlobt, sie ist schwanger, beide freuen sich auf ihr erstes Kind! Um 23 Uhr erscheint plötzlich die Polizei. Die Uniformierten wollen den Mann mitnehmen, obwohl es gegen ihn keinerlei Vorwürfe oder Ermittlungen gibt. Die beiden sind vollkommen verzweifelt, die Frau zeigt den Polizisten noch die Papiere die ihre Schwangerschaft belegen. Doch die Beamten lassen sich nicht erweichen. Sie fahren den Mann noch in der Nacht zum Flughafen Leipzig und zwingen ihn um 7 Uhr morgens in ein Flugzeug mit dem er in den Irak abgeschoben wird.
Der Mann ist aus dem Irak geflüchtet und lebt seit 4 Jahren in Deutschland. Seit zwei Jahren arbeitet er als Friseur in Eberswalde. Das Paar ist nun völlig verzweifelt. Beide wünschen sich nichts sehnlicher als während der Schwangerschaft und Geburt und überhaupt wieder zusammen leben zu können.
„Es ist gnadenlos und unmenschlich eine Familie so auseinanderzureißen“, sagt Thomas Janoschka von der Initiative Barnim solidarisch. „Wir fordern die deutschen Behörden auf, den Iraker sofort wieder zurückzuholen und wir fordern ein Ende der Abschiebungen! Die Menschen, die nach Deutschland geflohen sind, sollen hier ein sicheres zu Hause finden.“

