
Etwa 50 Menschen starten am Samstag zum inzwischen 4. Radeln gegen Rassismus am Eberswalder Bahnhofsvorplatz.

Mit dabei viele Kinder, denn wie im letzten Jahr war die Fahrraddemo gleichzeitig das Eberswalder Kidical Mass. In den Redebeiträgen ging es also nicht nur gegen die rassistische Politik in Deutschland und im Barnim sondern auch um eine die Rechte und die Sicherheit vor allem der kleinen Radfahrer*innen. Eben um eine lebenswerte Stadt und ein schönes Leben für alle!

Die Initiative Barnim solidarisch berichtete von ihrer Praxis. So werden für abschiebebedrohte Menschen Schutzwohnungen organisiert und so Abschiebungen verhindert. Vor Ort konnten auch Gutscheine gegen Bargeld getauscht werden, um so das rassitische Bezahlkartensystem auszuhebeln.

Einen ersten Stopp legte die Radfahrer*innen im Brandenburgischen Viertel ein, direkt vor einem sogenannten Wohnverbund, in dem viele geflüchtete Familien wohnen. Es gab Livemusik von Rosa und l’ile kemmogne und Zikusspielsachen für die Kinder.

Unterwegs schlossen sich immer wieder Geflüchtete unserer Fahrraddemo an.

Die zweite Zwischenstation war dann das Wohnheim für Geflüchtete „Haus der Toleranz“ im Gewerbegebiet Angermünder Straße. Mit der Toleranz war es nicht viel her an diesem Tag. Wir durften das Gelände nicht betreten. Aber Livemusik, Redebeiträge und Kinderspiel gab es dann eben vor den Toren der Einrichtung.

Eines der Themen unser Fahrraddemo war die Forderung Geflüchtete nicht in abgelegenen Heimen zu konzentrieren, sondern ein selbstbestimmtes Leben in Wohnungen zu ermöglichen.

Am Abend gab es dann einen gemütlichen Ausklang im Ammonpark mit super leckerem sudanesischen Essen.
